Im Zeichen der Fußball-WM: Über 600 Kinder aus 21 Städten beim „Fußball trifft Kultur“-Abschlussturnier

Während die Fußballwelt zur WM nach Nord- und Südamerika blickt, erlebten rund 600 Kinder beim großen Abschlussturnier des Bildungsprogramms „Fußball trifft Kultur“ (FtK) ihr ganz persönliches Highlight. Aus 21 Städten reisten die Teilnehmenden ins Riedstadion in Frankfurt-Enkheim, um in den Altersklassen U10, U12 und U14 um die begehrten Pokale zu spielen – eingebettet in die diesjährige FtK-WM26-Challenge, bei der sich die Kinder im Schuljahr spielerisch und kreativ mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 auseinandergesetzt haben.

Möglich gemacht wurde das Turnier durch die Förderung der DFL Stiftung. Die Turnierleitung übernahm in diesem Jahr Anton Schumacher, Pädagogischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Eintracht Frankfurt. Durch das Programm führte Colin Mahnke, Stadionmoderator des SV Darmstadt 98.

Bildungsprogramm kombiniert Fußball mit Sprache und Kultur

Das inzwischen 16. FtK-Abschlussturnier bildet den Höhepunkt eines integrativen Bildungsprogramms, das bundesweit rund 750 Kinder erreicht. An 33 Standorten verbindet „Fußball trifft Kultur“ zweimal wöchentlich Fußballtraining mit Sprach- und Kompetenzförderung. In Kooperation mit Proficlubs der Bundesliga und 2. Bundesliga entstehen zusätzliche Lern- und Erlebnisräume – von Stadionbesuchen bis zu Kinderpressekonferenzen.

Das Programm richtet sich insbesondere an Kinder, die sich vom regulären Schulunterricht oftmals weniger angesprochen fühlen und von der zusätzlichen Förderung in Sprache, Bewegung und kultureller Bildung besonders profitieren. Dieser pädagogische Dreiklang motiviert nachhaltig und zeigt Wirkung.

WM26-Challenge: Fußball-Weltmeisterschaft als Lernanlass

In diesem Jahr diente die Fußball-Weltmeisterschaft als zusätzlicher Lern- und Motivationsanlass. Im Rahmen der FtK-WM26-Challenge beschäftigten sich die Kinder mit Themen rund um das Turnier – von teilnehmenden Nationen über Werte wie Vielfalt, Fairplay und Respekt bis hin zu eigenen kreativen Projekten. Die gläsernen Pokale für die Gewinner*innen der FtK-WM26-Challenge wurden während des Turniers vor Ort in Frankfurt verliehen. Zudem freuten sich die Gewinner*innen über neue Spielbälle.

Turniersieger, Fair-Play-Preise & All-Star-Teams – die diesjährigen Gewinner*innen

Das Abschlussturnier zum Schuljahresende steht exemplarisch für den integrativen Ansatz des Programms: Durch die verbindende Kraft des Fußballs kommen Kinder unterschiedlichster Hintergründe zusammen, treten für ihre Partnerclubs an und zeigen ihre im Jahr entwickelten Fähigkeiten – und machen so Zusammenhalt, Fairplay und Teamgeist unmittelbar erlebbar.

Besonders groß war die Freude in diesem Jahr bei diesen drei Schulen – sie gewannen das Turnier und damit den begehrten Wanderpokal:

U10: Grundschule An der Glinder Au aus Hamburg, Partnerclub FC St. Pauli

U12: IGS Mainz-Bretzenheim aus Mainz, Partnerclub 1. FSV Mainz 05

U14: Werner-von-Siemens-Schule aus Bochum, Partnerclub VfL Bochum 1848

Traditionell wurden zudem die fairsten Teams des Turniers mit dem Fair-Play-Pokal ausgezeichnet. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an die Michael-Ende-Schule aus Frankfurt (U10), die Gesamtschule Essen Nord aus Essen (U12) und die Pestalozzi-Mittelschule aus Würzburg (U14). Eine weitere Ehrung wurde erst zum zweiten Mal verliehen: In jeder Altersklasse wurden Kinder in das All-Star-Team gewählt. In die Bewertung flossen neben den fußballerischen Leistungen auch das Verhalten auf und neben dem Platz ein.

Dr. Nadine Seddig, Leiterin Programme und Fördermanagement bei der DFL Stiftung, die „Fußball trifft Kultur“ bereits seit 2012 als bundesweite Partnerin fördert, ist vom Ansatz überzeugt: „Aktuelle Studien zeigen, dass immer mehr Kinder in Deutschland die Grundschule ohne ausreichende Lese- und Schreibkompetenzen verlassen. ‚Fußball trifft Kultur‘ setzt genau hier an und erreicht gezielt bildungsbenachteiligte Kinder. Wir unterstützen das Programm seit vielen Jahren, weil Fußball einen niederschwelligen Zugang schafft, motiviert und in Verbindung mit Sprach- und Kulturförderung nachhaltig wirkt. Das Abschlussturnier war auch in diesem Jahr ein besonderes Highlight, bei dem die Kinder mit großer Begeisterung, Teamgeist und gelebtem Fairplay dabei waren.“

Ein positives Fazit zog auch Karin Plötz, Direktorin der LitCam gGmbH, die das integrative Bildungsprogramm seit 2007 umsetzt: „Das Abschlussturnier ist und bleibt für die Kinder das Highlight des FtK-Programmjahres. Die Motivation, an diesem Tag im Trikot ihres Lieblingsvereins um den FtK-Pokal zu spielen, macht es für die Kinder leichter, zweimal wöchentlich am zusätzlichen Unterricht und Fußballtraining teilzunehmen. Sie lernen im wahrsten Sinne des Wortes spielend nicht nur Deutsch, sondern auch Respekt, Fairness und Teamgeist – Kompetenzen, die sie auch für ihre Zukunft stark machen.“

Die „Fußball trifft Kultur“-WM26-Challenge

Die „Fußball trifft Kultur“-WM26-Challenge

Das „Fußball trifft Kultur-Abschlussturnier“ wir am 13. und 14. Juni 2026 in Frankfurt im Vorfeld der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 stattfinden. Die Austragungsländer der Spiele sind USA, Mexiko und Kanada. Die Programmgruppen der jeweiligen FtK-Standorte werden neben ihren jeweiligen Clubs in diesem Jahr auch ein ihnen zugelostes Land beim Abschlussturnier präsentieren. Dies kann zum Beispiel in Form eines Einlaufs mit der entsprechenden Länderfahne geschehen.

Die Auslosung:

Gemeinsam mit Maskottchen Litti, Moderator Tim Gailus und LitCam Direktorin Karin Plötz fand im Vorfeld des „Fußball trifft Kultur“-Abschlussturniers bereits eine Auslosung statt. Hier wurde jedem Programmstandort eines der für Fußballweltmeisterschaft qualifizierten Länder zugelost. Daraufhin haben die Programmgruppen die entsprechenden Länderfahnen per Post erhalten, um mit ihren Vorbereitungen starten zu können.

Fotocredit: Patrick Klaus

Die Aufgabe:

Die FtK-Programmgruppen haben bis zum 6. Mai Zeit, sich mit ihrem Land inhaltlich auseinanderzusetzen und eine kreative Präsentation auszuarbeiten. Bei der kreativen Ausarbeitung sind den Kindern keine Grenzen gesetzt. Die kreative Ausarbeitung soll im Anschluss in Form eines Fotos vom Erstellten und ggf. einem kurzen Video (maximal 1:00 Minute lang), in dem die Kinder die Ideen vorstellen, an die LitCam gesendet werden. Die eingesendeten Beiträge werden dann von einer Jury nach den Kriterien Kreativität, Inhalt und Darstellung bewertet.

Die Jury:

Die Jury wird in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bewertet die Arbeiten der U10-FtK-Gruppen und die zweite Gruppe bewertet die Arbeiten der U14-FtK-Gruppen. Folgende Personen sind Teil der Jury:

Jury der U10-Einreichungen

  • Tim Gailus, KIKA-Moderator
  • Matthias Mühlen, Vorstand VFL Bochum
  • Phillipp Mwene, Profifußballer Mainz 05, österreichischer Nationalspieler und Laureus Sport for Good Botschafter
  • Julia Schilling, Co-Geschäftsführerin Laureus Sport for Good Germany & Austria
  • Karin Plötz, Direktorin LitCam gGmbH

Jury der U14-Einreichungen

  • Franziska Fey, Vorstandsvorsitzende DFL-Stiftung
  • Brigitte Hirschler, Referatsleitung Stiftung und Wettbewerbe, Hessisches Kultusministerium
  • Jonas Kozinowski, Geschäftsführer Feinherb Medien und Fußballbuchautor
  • Anton Schumacher, Leiter Pädagogik und Sportinternat (NLZ) Eintracht Frankfurt
  • Elvis Rexhbecaj, Profifußballer FC Augsburg, Nationalspieler Kosovo
  • Karin Plötz, Direktorin LitCam gGmbH